Sehenswürdigkeiten

IN DROLSHAGEN

Titel SehenswürdigkeitenBroschüre Sehenswürdigkeiten / Bezienswaardigheden in/ Sights worth seeing in
Entdecken Sie die zahlreichen und außergewöhnlichen Sehenswürdigkeiten im Natur-Erlebnisgebiet Biggesee-Listersee (in deutsch, niederländisch und englisch)

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Broschüre „Denk mal an Drolshagen“
Die Broschüre „Denk mal an Drolshagen“ informiert über einige interessante und sehenswerte Denkmäler im Stadtkern von Drolshagen. Die Broschüre erhalten Sie im Bürgerbüro. Broschüre „Denk mal an Drolshagen“

 

zeichenKURS, Foto: Drolshagen Marketing e.V.zeichenKURS Drolshagen

Der Wanderweg für alle, die gerne zeichnen oder zeichnen lernen möchten. Zwischen Siebringhausen und Essinghausen befindet sich der knapp 5 km lange ‚zeichen-KURS‘. Dort erhalten Sie an sechs Stationen Anleitungen und Tipps für das Zeichnen in der Natur. Man braucht dazu Einen Zeichenblock, zwei Bleistifte: einen in Härte H, einen in Härte B, Anspitzer und Radiergummi, Buntstifte zum Colorieren und ein Lineal. Nehmen Sie sich Zeit und betrachten Sie Ihre Umgebung mit Ruhe. Sie werden staunen wie aufregend ein Stück Baumrinde sein kann. Zeichnen ist eine “Kunst”, die Geduld braucht. Habe Sie auch etwas Geduld mit sich und Ihren Zeichnungen. Sich in schöner Umgebung bewegen und gleichzeitig zeichnen lernen ist eine wunderbare Möglichkeit Natur aktiv zu erleben.

Weitere Informationen erhalten Sie hier Flyer zeichenKURS Drolshagen

 

 

 

Foto: St. Clemens Kirche Drolshagen, Drolshagen Marketing e.V.Die St.-Clemens-Pfarrkirche

Der Bau dieser Kirche reicht in die Zeit des Bischofs Anno von Köln (1050-1075) zurück. In dieser Zeit war die Kirche ein flach gedeckter Saal mit halbrunder Apsis. Nachdem 1235 das Grafenpaar Heinrich III. von Sayn und seine Gemahlin Mechtildis von Landsberg in Drolshagen ein Zisterzienserinnenkloster gestiftet hatten, wurde die bescheidene Saalkirche als Basilika ausgebaut. Im Zuge der Stadtbefestigung kam 1491 der heutige Turm als Wach- und Wehrturm hinzu. Das Innere der Kirche überrascht mit seinem strengen, hochgereckten Mittelschiff. An der äußeren Chorwand finden sich vier Säulen, die aus dem Kalksinterstein der römischen Eifelwasserleitung stammen sollen. Beachtenswert sind der Taufstein (13. Jh.), ein gotisches Sakramentshäuschen im Chor und eine Pieta aus dem 15. Jh. sowie barocke Skulpturen des 18. Jh. Im Glockenstuhl befinden sich sechs neue Bronzeglocken und eine Stahlglocke, die als die größte im Erzbistum Paderborn gilt, insgesamt ein anspruchsvolles Geläut. Alle Glocken zusammen haben ein Gesamtgewicht von etwa 18 Tonnen.

Weitere Informationen, insbesondere auch zu den Sehenswürdigkeiten in der St.-Clemens-Pfarrkirche, erhalten Sie auf den Internetseiten des Pastoralverbundes Kirchspiel Drolshagen.[/expand]

 

 

Foto: Marktplatz Drolshagen, Drolshagen Marketing e.V.Der Drolshagener Marktplatz

Der Marktplatz entstand nach dem Brand von 1838. Seine heutige Gestaltung bekam er 1991. Der Brunnen in der Mitte erinnert an Knotenpunkte der Ortsgeschichte, verbunden mit vier Sprüchen des Mystikers Angelus Silesius (1624-1677). Nach dem Stadtbrand konnten sich am Marktplatz und entlang der Hauptstraße nur die reichen Bürger ansiedeln. Je weiter sich die Baugrundstücke an den von hier ausgehenden Straßen entfernen, umso bescheidener fielen beim Wiederaufbau die Neubauten aus. Das Haus Ecke Annostraße/Kirchplatz, in dem sich ein Restaurant befindet, gehört zu den ersten Steinbauten in Drolshagen. Es entstand zu Beginn des 20. Jh. Bis dahin gab es ausschließlich Fachwerkbauten mit Lehmgeflecht.

 

Heimathaus in Drolshagen, Foto: Drolshagen Marketing e.V.

Heimathaus

Das Haus in der Annostraße wurde von den Eheleute Matthäus und Elisabeth Bone errichtetet.  Als „Gasthof Bone“ hat es von 1839 bis 1993 gedient. Die Landwirtschaft wurde bis 1968 betrieben. Es ist das Elternhaus des Pädagogen Heinrich Bone (+ 1893), der als Erneuerer des katholischen Kirchenliedes im 19. Jh., als Schulbuchautor („Deutsches Lesebuch“) und als Kulturpolitiker bekannt wurde. Die „Buchstube Heinrich Bone“ bewahrt mit ihrem Namen die Erinnerung an ihn. Heute ist das Heimathaus ein Kultur- und Veranstaltungshaus mit mannigfachen Aufgaben. Dem Heimatverein ermöglicht es Ausstellungen und ein reichhaltiges Bildungsprogramm. Das Heimathaus bietet ein variables Raumangebot für private Feste und Versammlungen von Vereinen.

Eichener Mühle. Foto: K. BischofDie Eichener Mühle

Die Eichener Mühle ist eng mit der Geschichte der Stadt verbunden. Gebäude und Technik stehen seit vielen Jahren unter Denkmalschutz. Die Eichener Mühle wurde erstmalig 1512 als Bannmühle des ehemaligen Zisterzienserinnenklosters Drolshagen erwähnt. Sie gilt als eine der frühesten Erwerbsbetriebe des Kreises Olpe.

Zwei Zuflüsse speisen den Mühlenteich: die Rose und durch die Brachtpe. Die Mahlmühle wurde 1840 durch ein Sägewerk ergänzt, betrieben durch ein oberschlächtiges Wasserrad. 1910 wurde der Mahlbetrieb durch eine Brotbackstube erweitert. Später kam eine „Knochenstampfe“ hinzu, mit der aus Tierknochen Düngemittel hergestellt wurden. Die Mühle war noch bis 1964 in Betrieb.

Öffnungszeiten: Die Mühle ist am Tag des offenen Denkmals und am Deutschen Mühlentag geöffnet. Besichtigungen auch nach Vereinbarung. Kontakt: Tel.: 0 27 61 / 7 33 48 (Fam. Maiworm) und 0 27 61 / 83 58 31 (Dr. Ing. Rolf Heinen)

 

Die Waldkapelle Hünkesohl

Die Marienkapelle Hünkesohl, romantisch im Wald gelegen, ist eine beliebte Wallfahrts- und Betstätte. Sie verdankt ihre Entstehung einer bescheidenen einfachen Frau: Theresia Berg (1861-1929), die inzwischen zur Legende wurde. Man erzählt, ein Windstoß habe ihr eines Tages beim Hüten oder Holzholen ein zerknittertes Marienbildchen zugeweht, das sie mit ihrer Haarnadel an einen Baum heftete, um hier fortan zu beten und immer frische Blumen mitzubringen. Dies geschah in den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg.  In Erinnerung an diesen friedlichen Ort gelobte der Soldat, August Bone, inmitten des bedrängenden Kriegsgeschehens, wenn er gesund die Heimat wiedersehe, wolle er den Gebetsort im Hünkeshohl ausbauen und pflegen. Die Waldkapelle Hünkeshohl ist heute auch für ältere Menschen gut zu Fuß erreichbar. Am Ziel heißt es: „In stiller Waldeseinsamkeit sei gegrüßt Maria“.

KuLTOur, Foto: Drolshagen Marketing e.V.Die KuLTour Drolshagen

Im Oktober 2007 startete nahe des Listersees eine ganz besondere Aktion. 12 kreative Frauen setzten sich unter künstlerischer Leitung intensiv mit der Natur auseinander und gestalteten gemeinsam Objekte und Skulpturen. Auf dem ersten Kilometer steht ein Infoschild, das die Anfänge des Projektes beschreibt.

Einige der Kunstwerke sind mittlerweile vergangen. Das ist integraler Bestandteil des Prozesses Landart. 2008 und 2009 wurden dann entlang eines ca. 7 km langen Rundweges weitere Objekte realisiert.  Viele der Kunstwerke sind nicht zu übersehen. Aber bei einigen muss man schon ganz genau hinschauen, um sie in der Natur überhaupt zu entdecken. Das Kreativteam betrachtet das als eine Aufforderung, die Umgebung intensiv und mit suchendem Auge zu betrachten. Die Objekte sind fast ausschließlich mit Naturmaterialien gestaltet. Zweimal im Jahr „renovieren“ die Künstlerinnen ihre Werke und gestalten neue. Das Miteinander von Kunst und Landschaft macht die KuLTour zu einem besonders spannenden Wanderweg.

 

Kalberschnacke 543, Foto Stadt DrolshagenGut Kalberschnacke am Listersee

Der Hof Kalberschnacke gehörte ursprünglich dem adligen Geschlecht derer von Neuhof und kam im 15. Jahrhundert in den Besitz der Drolshagener Zisterzienserinnen. Der Hof wurde – wie andere Höfe des Klosters, alle sieben Jahre neu verpachtet. Im Rahmen der Säkularisation wurden die Pächter Eigentümer des Anwesens. In den Jahren 1907 -1913 errichtete man die Listertalsperre. Die Ländereien des Hofes erstreckten sich nun entlang des Sees. Oberhalb des Listersees entstand in den 50er Jahren die Campinganlage “Gut Kalberschnacke”. Der Hof ist heute immer noch in direkter Linie im Besitz der Familie (seit 1737). Das Haupthaus beherbergt ein beliebtes Ausflugslokal. Idyllisch, direkt am See gelegen, ist Kalberschnacke Ausgangspunkt für viele Ausflüge in die Umgebung. In Kalberschnacke leben permanent 11 Einwohner. In den Sommermonaten können es auch mal 700 bis 800 Menschen sein.

 

Wegeringhauser Tunnel (Radtunnel), Foto von Dominik Wigger (Verwendung durch Drolshagen Marketing genehmigt)Der Wegeringhauser Tunnel

Im Jahre 1903 wurde mit der Strecke Bergneustadt-Olpe der letzte Abschnitt einer Bahnverbindung aus dem südlichen Westfalen nach Köln ins Rheinland eröffnet. Dazu musste die Wasserscheide zwischen Bigge und Agger mit einem 724 m langen Tunnel 50 m unter der Ortschaft Wegeringhausen „unterwunden“, werden. Über 15.000m³ Gestein wurden aus dem Berg geschafft. Das Tunnelgewölbe ist extrem dick. Geplant war damals eine Gewölbestärke von einem halben Meter. Es wurde aber zum Schluss ein ganzer Meter daraus. Dadurch stiegen die Baukosten sprunghaft an. Zum Bau benötigte man damals italienische Wanderarbeiter, von denen einige ihre Liebe zu Drolshagen entdeckten und blieben. Der letzte Zug fuhr 1993 durch den Tunnel, der heute mit seinen 724 Metern der längste Radwegtunnel in Westfalen und im Rheinland ist. Er ist jährlich von November bis Mitte April geschlossen. Dann überwintern dort seltene Fledermausarten.

bahnhof_neu1aAlter Bahnhof Hützemert

Nachdem der Bahnhof in Hützemert 1903 fertiggestellt wurde, entwickelte sich der Ort sehr schnell zum größten Dorf von Drolshagen. Bis 1979 gab es hier Personenverkehr. 1997 wurde die Strecke Olpe-Dieringhausen stillgelegt.

Dieser denkmalgeschützte Bahnhof ist der einzige der ehemals drei in Drolshagen vorhandenen Bahnhöfe, dessen Empfangsgebäude noch steht. Im Jahr 2013 begann der Dorfverein Hützemert, das Haus von Grund auf zu renovieren. Als Bestandteil des „Bergischen Panoramaradweges“ wurde aus dem verfallenen Bahnhof eine attraktive Jausenstation. Ein Güterwagen ist in das Gebäude integriert und nun die Bühne des Veranstaltungssaales, in dem Konzerte und viele andere Aktivitäten stattfinden. Die alte Dampfspeicherlokomotive “Emma” (gebaut 1914) ist die Attraktion auf dem Außengelände.

Öffnungszeiten: im Sommer, Sa. von 14 bis 18 Uhr, So. und an Feiertagen von 13 bis 18 Uhr* im Winter nur So. und *nach Vereinbarung, Tel. Jausenstation: 0 27 63 / 91 53 0, E-Mail: treffpunkt@huetzemert.de

Schlüsen mit Lehrpfad

“Schlüsen” nennt man in Drolshagen die alten Hohlwege, die sich hier überall durch die Wälder ziehen. Unterhalb des Ortes Junkernhöh, unweit von Schützenbruch, hat Drolshagen Marketing e.V. einen Lehrpfad gestaltet, der ein Gefühl für alte Zeiten und den harten Lebensalltag der Menschen vermitteln soll. Man erfährt, wie das Leben auf und mit den alten Wegen verlief, und was passierte, als sich der Verkehrsstrom durch neue Straßen änderte.

Drolshagen hat seit jeher eine regional bedeutsame Einbindung in ein überregionales Netz von Handelsstraßen. Damals waren sie die Lebensadern der Region. Das Schlüsenbündel bei Junkernhöh ist ein eingetragenes Bodendenkmal. Die Ortschaft Junkernhöh lebte früher von und mit dem Verkehr. Hier sind noch Gebäude aus der damaligen Zeit zu sehen. Die Hohlwege sind bis zu 500 m lang und haben Steigungen bis zu 6%. Für die damaligen Fuhrwerke war das sehr steil. Gewöhnlich mussten weitere Zugtiere in der Raststation in Junkernhöh angefordert werden; dazu genügte ein Peitschenknall. Die Vielspurigkeit ist die Folge eines hohen Verkehrsaufkommens und schlechter Bodenverhältnisse. War eine Schlüse zu stark ausgefahren, wurde daneben eine neue angelegt.

Weitere Informationen zur Jägerfichte erhalten Sie auch auf den Internetseiten des Vereins Drolshagen Marketing e.V..[/expand]

 

Der Schlüsen-Pfad in Drolshagen, Foto: Drolshagen Marketing e.V.Das Drolshagener Labyrinth

Oberhalb von Stupperhof liegt das 750 Meter lange Drolshagener Heckenlabyrinth, das eine sechstausendjährige Geschichte aufnimmt. In seiner Wegführung stellt das Labyrinth niemals vor Wahlmöglichkeiten. Das Labyrinth ist kein Irrgarten. Der Weg ist ohne Verzweigungen. Labyrinthe sind Symbole der Mitte. Der Labyrinthgänger umkreist das Zentrum, kommen ihm nahe und wird doch wieder an den äußersten Rand zurückgeführt, so dass er den Überblick verliert und nicht mehr weiß, wo er auf seinem Weg ist. Das Labyrinth ist ein Ort der Meditation. Hier soll man nicht dem Minotaurus begegnen, sondern sich selbst.

In Stupperhof lebt eine Außenwohngruppe des Josefshauses Olpe und betreibt dort eine Scheunenwirtschaft. Nach dem Labyrinthspaziergang können Sie dort am Wochenende Kaffee und Kuchen genießen.

 

Die Kapelle in Husten
Der Bau der Herz-Jesu-Kapelle geht zurück auf Regina Wolfschläger, die 1880 mit 24 Jahren an Typhus verstarb und ihr gesamtes Vermögen der Dorfgemeinschaft Husten zur Errichtung einer Gebetsstätte vermachte. Schon 1885 war der neugotische Bau fertig gestellt.
Während anfänglich der Kapellenbau mit 3000 Mark» mehr

(ohne Eigenleistung) finanziert werden konnte, kostete ihre Renovierung zu Beginn der 1990er Jahre rund 100 000 DM. Im August 2007 feierte der gesamte Iseringhauser Grund das 125-jährige Bestehen dieser Kapelle.

Die Kapelle in Hützemert
Wie überall im Drolshagener Land wollten auch die Bewohner des damals noch kleinen Hützemert eine eigene Kapelle. Im Jahr 1863 bauten sie in Eigeninitiative die bis heute unveränderte kleine Kapelle “Mariä Geburt”, deren Wertschätzung durch die große Kirche von 1960 keine Minderung erfahren hat.» mehr

Die “Bauernmalerei” im Inneren zeigt Maria auf dem Altarsockel, umgeben von Petrus und Paulus. Kinder überreichen ihr eine Schüssel mit brennenden Herzen. Darunter ist zu lesen: “Sieh unsere Herzen, sie weihen wir dir. Erhalte sie rein, wie der Lilien Zier.”

Die Kapelle in Wenkhausen
Auf einer kleinen Anhöhe in Wenkhausen steht die spätbarocke Kapelle der “Jungfrau Maria vom Rosenkranz”. 1716 war das Rosenkranzfest in Erinnerung an den Sieg über die Türken in der Seeschlacht von Lepanto gestiftet worden.» mehr

Die 1768 errichtete Kapelle ist nahezu vollständig aus privaten Mitteln des aus Olpe gebürtigen damaligen Pfarrers Franz Xaver Falcke gebaut worden. Einen seitlichen Anbau erhielt die Kapelle 1907 unter Weiterführung ihrer spätbarocken Formsprache.

Die Kapelle in Sendschotten
Die erste Kapelle in Sendschotten stifteten die Eheleute Peter und Maria Rahrbach im Jahr 1684. Um ihr Marienbild rankt sich die Legende, die Statue stamme aus dem evangelisch gewordenen Wiedenest; ihre früheren Besitzer hätten versucht, sie zurückzuholen, was aber unerklärliche Begebenheiten verhinderten.» mehr

Seit 1705 steht dieses Bildnis im Mittelpunkt des “Sendschotter Umgangs”, einer Flurprozession, die von Sendschotten über viele benachbarte Orte zieht. – Die heutige neogotische Kapelle von 1871 hat der Paderborner Diözesanbaumeister Güldenpfennig entworfen.

 

Kloster, Foto: Stadt DrolshagenAltes Kloster

Im Jahr 1235 schenkte das Grafenpaar Heinrich III. und Mechtildis (siehe Pfarrkirche) den Zisterzienserinnen zur Gründung eines Klosters in Drolshagen den dafür notwendigen Grundbesitz. Dazu gehörten ein Amtshof, neun weitere Höfe mit allem Zubehör, Mühle, Küsterei mit Grundeigentum und weitere Pfründe. Das Kloster war vornehmlich dem Adel vorbehalten. Aufgenommen wurden Töchter sauerländischer und rheinischer Geschlechter. Nach der Reformation sank im späten 16. Jh. die Zahl der Ordensfrauen auf vier.

Die Klausur wurde nachlässig gehandhabt, die Ordenstracht verschmäht. Doch bei Beginn des 30jährigen Krieges, in denen der Konvent zeitweise Zuflucht in Köln suchte, nahm der sittliche Verfall des Klosters ein Ende. Schlechte Wirtschaftsführung und der allzu unternehmungslustige Prior Eugen Hartung (1762-1785) brachten das Kloster an den Rand des finanziellen Ruins. Die zur Auflösung der geistlichen Besitztümer führende Säkularisation von 1803 fand darum bei den verbliebenen Nonnen kein Bedauern. Die Stadt erwarb im Jahr 1844 das Klostergebäude für 4.250 Taler. Man nutzte die Räume u. a. als Schule. Das in den späten siebziger Jahren von Grund auf sanierte Gebäude beherbergt heute das Städtische Bauamt und die Musikschule. Der Gewölbekeller dient vielfältigen Nutzungen: Kunstausstellungen ebenso wie Trauungen und Veranstaltungen der VHS.

 

Stadtmauer, Foto: Drolshagen Marketing e.V.

Stadtmauer und Pfarrhaus

Schon zwei Jahre bevor die ehemalige Freiheit Drolshagen 1477 durch den Erzbischof Ruprecht von Köln Stadtrechte verliehen bekam, wurde mit dem Bau einer Stadtmauer begonnen. Durch vier Pforten, in denen die Haupthandelswege mündeten, gelangte man in die Stadt. Die Kirche lag am Stadtrand. Pfarrhaus und Kloster lagen außerhalb der ummauerten Stadt, wenngleich der Klosterbereich ebenfalls umfriedet war. Die Reste der Mauer hinter dem Chor der St.-Clemens-Kirche sind das letzte Zeugnis des Mauerrings. Ungefähr an der Stelle, wo sich jetzt der Eingang in den Pfarrgarten befindet, stand in der Stadtmauer der Pulverturm.

Der alte Pastoratshof lag außerhalb der Stadtmauer und blieb deshalb vom Stadtbrand verschont. Das Gebäude war aber 1848 so baufällig geworden, dass es abgerissen wurde. Unmittelbar daneben begann man mit dem Neubau, für den 4600 Taler Baukosten veranschlagt waren. Angeblich wurde das Haus so gedreht, dass der Pfarrer nicht auf den Friedhof schauen musste. Das neue Pfarrhaus war 1850 fertig. Die Gartenfront des Pfarrhauses ist ein hervorragendes Beispiel klassizistisch-biedermeierlicher Gestaltung.