50 Jahre Biggesee

              Biggesee, Foto: D: Wigger                                                                                                        

Wassererlebnis –  der Biggesee und der Listersee

Zahlen & Fakten

Biggesee                                                                        Listersee
Erste Planung         1938                                             Erste Planung         1909
Fertigstellung          1965                                            Fertigstellung          1912
Stauinhalt                171,7 Mio. m³                             Speicherraum         21,6 Mio. m³
(einschließlich Listertalsperre)                                  Stauseelänge          4,5 km
Luftlinie                    10 km
Wasserfläche           876 ha
(einschließlich Listertalsperre)
Weitere Informationen und technische Daten erhalten Sie hier.

Der Biggesee
ist die zweitgrößte Talsperre Nordrhein-Westfalens. Er reicht von Olpe bis nach Attendorn und wurde 1965 gestaut. Der etwa 20 km lange See zählt etliche Seitenarme. Neben seiner zentralen Bedeutung als Wasserreservoir für das Ruhrgebiet ist der Stausee ein beliebtes Ziel für zahlreiche Urlauber und vor allem für Wassersportler. » mehr

Blaues, klares Wasser, schattige Wälder mitten in eiern reizvoll geschwungenen Waldgebirgslandschaft – der Biggesee und der Listersee sind von besonderer landschaftlichen Schönheit. Ihre Freizeitmöglichkeiten machen die beiden Seen zu einem Urlaubsparadies.

Für Segler, Taucher, Surfer, Angler oder zum Schwimmen sind zahlreiche Angebote rund um die Seen vorhanden. Es gibt viele verträumte Badestellen an den beiden Seen im Naturerlebnisgebiet Biggesee-Listersee.

Foto: Personenschifffahrt BiggeseeDen Biggesee kann man natürlich auch aus einer ganz anderen Perspektive erleben – nämlich auf einem der Schiffe der Weißen Flotte. Von Mitte April bis Mitte Oktober heißt es „Willkommen an Bord!“

Am Listersee, Foto: Stadt MeinerzhagenListertalsperre
Die bereits 1912 fertig gestellte Listertalsperre wurde mit dem Bau der Biggetalsperre eines der fünf Vorbecken. Das Hauptbecken der Biggetalsperre staut die 40 Meter hohe Listerstaumauer von der Luftseite zu zwei Dritteln ein.

Während der vordere Teil der Listertalsperre der Trinkwassergewinnung vorbehalten ist, lädt der hintere Teil von Meinerzhagen Windebruch bis Hunswinkel auch zum Baden, Paddeln, Surfen, Segeln und Angeln ein. Fahrrad- und Wanderwege runden das Angebot ab.

 

Jubiläumsartikel sind erhältlich

Es wurde eine Postkarten-Serie mit 24 historischen Motiven aus dem alten Biggetal und eine 00_Flurkarte_A5_ansichtFlurkarte als Poster mit dem Titel „Das versunkene Tal“ aufgelegt. Auf dem Poster werden die verschiedenen Orte dargestellt, die vor dem Einstau des Biggesees dort heimisch waren. Das Postkarten-Set kostet € 5,-, das Poster € 3,-.

Malbuch zum Jubiläum 50 Jahre BiggeseeFür Kinder gibt es ein ganz besonderes Buch zum Jubiläum – ein liebevoll gestaltetes Malbuch mit Motiven aus dem Natur-Erlebnisgebiet Biggesee-Listersee zum Ausmalen. Dieses Malbuch ist an Bord der Schiffe, in den  Tourist Informationen, beim Tourismusverband Biggesee-Listersee und den genannten Betrieben erhältlich.

Erhältlich sind die Jubiläums-Artikel bei folgenden Verkaufsstellen

  • an Bord der Schiffe der Personenschifffahrt Biggesee
  • am Kiosk der Personenschifffahrt Biggesee in Olpe-Sondern
  • in der Tourist Information Attendorn, Kölner Str. 12, 57439 Attendorn
  • beim Tourismusverband Biggesee-Listersee, Kölner Str. 12, 57439 Attendorn
  • beim Bürgerbüro Drolshagen, Am Mühlenteich 1, 57489 Drolshagen
  • bei Olpe Aktiv e.V., Westfälische Str. 11, 57462 Olpe

 

Der Biggesee bei Niedrigwasser im Jahr 2015 – bedingt durch die Sanierung des Biggedamms wurden ca. 15 m abgelassen. Hier sehen Sie einige Videos über den Bau und die Funktion der Talsperre.

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 camera-514992_1280Historie

Bereits vor dem Zweiten Weltkrieg reichte der vom Ruhrtalsperrenverein bewirtschaftete Talsperrenstauraum wegen des gestiegenen Bedarfs an Trink- und Brauchwasser nicht mehr aus, die Wasserversorgung des Industriegebiets ohne jede Einschränkung zu gewährleisten. » mehr

Nach eingehenden Voruntersuchungen begannen bereits im Jahre 1938 die Entwurfsarbeiten für die Biggetalsperre. Diese mussten jedoch infolge des Zweiten Weltkriegs eingestellt werden. Erst das Aufblühen der Industrie und der Bevölkerungszuwachs nach dem Krieg veranlassten den Ruhrtalsperrenverein, die Pläne wieder aufzugreifen. 1956 verabschiedete der Landtag des Landes Nordrhein-Westfalen ein besonderes Gesetz für die Finanzierung dieses großen Bauvorhabens. Damit waren die Voraussetzungen geschaffen, in den Jahren 1957 bis 1965 die Biggetalsperre zu bauen. Das Hauptabsperrbauwerk wurde als Steinschüttdamm mit bituminöser Oberflächendichtung errichtet.

Die bereits 1912 fertiggestellte Listertalsperre wurde zum Vorbecken und betrieblich in die Biggetalsperre einbezogen, sodass an dieser Stelle ein Talsperrensystem mit einem Gesamtstauvolumen von rund 172 Millionen Kubikmetern entstand.

Schon lange vor Baubeginn befassten sich die zuständigen Behörden und Institutionen in enger Zusammenarbeit mit dem Ruhrtalsperrenverein mit den Raumordnungsfragen, die ein derart großes Talsperrenprojekt auslöst. Rund 2.550 Menschen mussten für die Biggetalsperre ihre Häuser und Wohnungen aufgeben. Darunter waren einige Familien, die wegen des Baus der Listertalsperre schon einmal eine Umsiedlung mitgemacht hatten. Für die meisten konnte in den neu erbauten Ortschaften Neu-Listernohl, Sondern, Eichhagen und Stade ein Zuhause geschaffen werden, sofern sie nicht eine neue Heimat in den Städten Attendorn und Olpe oder außerhalb des Biggetals fanden. Auch eine größere Zahl von Gewerbebetrieben musste den alten Standort aufgeben.

(Quelle: Ruhrverband, Essen)